this post was submitted on 14 Feb 2026
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Technik

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[–] lichtmetzger@discuss.tchncs.de 2 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago) (1 children)

Ich käme auch von der Geschwindigkeit nicht mehr gegen die anderen an, die mit Hilfe von KI viel mehr Code erzeugen.

Das ist ja genau diese Angst, mit der die großen LLM-Anbieter arbeiten. Du sollst das Gefühl haben, dass du ohne "KI" den Anschluss verlierst, dass du schlechter bist als alle anderen, weil du langsamer arbeitest und weniger Codezeilen schreibst.

Allerdings gibt es nun immer mehr Studien und Beiträge über technical debt, unwartbare Projekte mit tausenden von Codezeilen und rein gefühlter Produktivitätssteigerung. Mal davon abgesehen, dass die realen Kosten von Coding-Assistenten aktuell ja noch gar nicht klar sind, da wir uns in einer Blase befinden und alle Anbieter eigentlich rote Zahlen schreiben (die sie immer wieder beschönigen). LLM-Assistenz beim Coden könnte in naher Zukunft noch richtig teuer werden.

Ich bin selbst auch etwas faul geworden und habe ChatGPT in den letzten Monaten immer mehr zum Coden genutzt, und mir ist erschreckenderweise aufgefallen, dass ich mental immer mehr abgebaut habe und teilweise die einfachsten Sachen nochmal nachschlagen musste, die ich früher locker von der Hand weg geschrieben habe.

Daher bin ich nun den radikalen Schritt gegangen und habe mein OpenAI-Konto gelöscht. Gott sei Dank arbeite ich in einer Firma, die auf Codequalität Wert legt und in der ich auch gar nicht gezwungen bin, KI zu benutzen.

Anstatt den Ast abzusägen, auf dem ich sitze, versuche ich so entspannt wie möglich zu bleiben, zu lernen und mich selbst mit jedem neuen Projekt zu verbessern.

[–] OhmeHose@feddit.org 2 points 8 hours ago

Mal abgesehen von dem "mentalen Abbau", der mir bei mir auch aufgefallen ist, empfinde ich dass die Arbeit durch ki- Code nicht unbedingt schneller sein muss. Klar schreibt die Maschine dir in ein paar Sekunden 0815 Code zeilenweise runter. Aber damit der Code dann auch funktioniert muss der scope Des Codes klar eingegrenzt werden und alle "Verknüpfungen" und/oder variablen genau benannt werden damit das generierte auch sofort funktioniert. Sonst gibt's ggfs danach auch noch ein paar Minuten Debugging. Ob das dann alles im allem wirklich so viel schneller ich bezweifle ich stark. Der Kram hat seine Anwendungsfelder und bleibt auch, der heilige Gral ist es definitiv nicht und das beweist Microsoft momentan mit komplett vermurksten Updates.

[–] BennyInc@feddit.org 1 points 15 hours ago

Der Vergleich zwischen hohen Programmiersprachen und Maschinecode ist interessant. Klar programmiert heute kaum einer noch Assembler. Zwischen Programmiersprachen und Code erzeugenden LLMs könnte man noch die Stufe Libraries und Plugins einwerfen. Mit z.B npm hat man jetzt auch schon weniger eigenen Aufwand, weil man vieles aus irgendwelchen wilden Dependencies zieht. Das trägt zwar zum schnelleren Coden bei, aber erzeugt Probleme in der Sicherheit und Performance. LLMs haben dann die nächste Schicht drüber, und erzeugen vor allem dadurch Probleme, dass der erzeugte Code nicht deterministisch ist. Könnte man daraus ableiten, dass jede Schicht höher einfach Aufwand spart (schnelleres weil abstrakteres Programmieren) und als Tradeoff eben potentielle Probleme dazukommen? Dann ist es ja einfach eine Kosten-Nutzen- bzw. Risiko-Rechnung, auf welcher Stufe ich einsteigen möchte. Je nach Projektplanung und Einsatzort des Ergebnisses optimiert.