Man merkt, dass das eine undurchdachte, populistische Forderung ist:
- Wer wirklich in Teilzeit gehen will und das vom Arbeitgeber dann verweigert bekommt, ist natürlich völlig frei zu kündigen und sich einen Teilzeitjob zu suchen. Da kann auch eine CDU nichts dran drehen.
- Wir wissen auch, dass ein Großteil der Teilzeitarbeiter*innen eben aus guten Gründen in Teilzeit ist - Kinder, Pflege, Belastungen etc. und dass es diverse Leute gibt, die eigentlich gerne mehr arbeiten würden, aber eben vom Chef nicht die Aufstockung auf die volle Stelle bekommen.
- Die Zahl der angeblichen "Lifestyle-Teilzeitler" dürfte erstaunlich gering sein, gerade da man dafür ja auch das passende Setting braucht: Man muss etwa gut genug verdienen, um sich die Lebenshaltung trotzdem zu leisten. Es spricht auch Bände, dass die CDU hier wieder eine Sau durch's Dorf treibt und eben nicht mit konkreten Zahlen agiert
- Man merkt auch im Artikel, wie stark die mit Zahlen lügen: Dieser Anstieg der Teilzeitquote von 20% auf 40% seit den 90ern entsteht ja daraus, dass Frauen eben nicht mehr in Vollzeit zuhause bleiben, sondern auch/trotz Kindern arbeiten
- Wir haben gerade eine Wirtschaftskrise mit Massenentlassungen und auch Fachkräfte haben Probleme, einen Job zu finden. Da sind Leute, die freiwillig in Teilzeit gehen, sicherlich nicht das größte Problem des Landes