this post was submitted on 03 Apr 2026
41 points (100.0% liked)
DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
5099 readers
353 users here now
Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.
Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:
___
Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":
- Postet hier zu allen Themen, die euch interessieren (soweit sie den anderen Regeln genügen)
- Posts oder Antworten, die einen Archive[.]today (oder eines der Derivate) beinhaltet, werden kommentarlos gelöscht
- Es werden Posts zum Thema Nahost / Palästina/Israel hier auf Dach gelöscht.
- Dasselbe gilt für Wahlumfragen à la Sonntagsumfrage.
- Bitte Titel von Posts nur sinnerweiternd und nicht sinnentstellend verändern. Eigene Meinungen gehören in den Superkommentar oder noch besser in einen eigenen Kommentar darunter.
- Youtube Videos bitte nicht ohne eine zusätzliche Zusammenfassung posten
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org
___
founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
view the rest of the comments
Der Mindestlohn sollte ermöglichen, dass man im Land leben kann. Steuern, Angaben, Gebühren umd ggf auch Einkaufspreise sind in den EU-Ländern unterschiedlich.
Man kann dem Gedanken folgen, den Mindestlohn an den der Länder innerhalb der EU ansässigen Konkurrenz anzupassen zu wollen. Genauso lässt sich dort der Mindestlohn in den anderen EU-Ländern anpassen. Ein Versuch der EU hier Regeln zu definieren wurde gekippt. (11.11.2025 Tagesschau.de)
Folgende Fragen sollten wir wir uns beantworten:
Welches Problem entsteht, wenn die Spargelproduktion durch den Markt ins europäische Ausland verlagert wird bzw. die inländischen Betriebe auf andere Produkte setzen oder aufgeben müssen?
Sind wir bereit für Spargel mehr zu bezahlen, damit innländische Spargelbauern erhalten bleiben?
Wenn kein Problem entsteht oder wir für Produkte aus der Region auch mehr bezahlen würde, sollten wir es den Markt regeln lassen und das Ergebnis ohne jammern akzeptieren.
Falls wir selbst die Arbeit nicht erledigen möchten und und der Betrieb daher ausschließlich mit Saisongastarbeiter zu erhalten ist, stellen sich weitere Fragen.
Ist die der Lohn an der Steuer- und Abgabenlast uns Lebenshaltungskosten des Mitarbeiters zu orientieren oder an den ortsüblichen? Ich gehe davon aus, dass wir diesen Weg nicht weiterverfolgen müssen und eine Umterscheidung anhand z.B. der Steuerpflicht in einem Land dem EU-Recht auch nicht gerecht werden würde.
Wir sollten uns damit abfinden, dass wir entweder mit unseren Ansprüchen, was die Gewinnspanne des Spargelbauern selbst ebenfalls beinhaltet, möglicherweise nicht konkurrieren können, bis sich der Lebensstandard innerhalb des Schengenraum von zwei Seiten angenähert hat.
Einwenig Druck dürfte auch durch Mercosur entstehen. Beim Spargel dürften eher Spanien und Griechenland und Italien (ohne Mindestlohn) profitieren.
Ergänzend:
Woher kommt unser Spargel
DeStatis - Mindestlöhne
Um mal die Position eines Spargel-Liebhabers einzunehmen: vorausgesetzt (und das weiß ich tatsächlich nicht), dass andere Länder ähnliche Regeln im Hinblick auf Bodenqualität, Pestizidnutzung und dergleichen haben, ist es mir relativ egal woher der Spargel kommt. Wünschenswert wäre es dann noch wenn der Spargel möglichst nah in Deutschland wäre, einerseits weil er einfach besser schmeckt je frischer er ist und andererseits um den CO2 Fußabdruck beim Transport möglichst klein zu halten.
Das regelt unironisch dann der Markt. Sind die Leute bereit, für deutschen Spargel mehr zu zahlen, weil er frischer ist und ihnen lokale Produkte wichtig sind?
Wenn es den Leuten nicht wichtig ist, dann gibt's halt keinen deutschen Spargel mehr.
Oder wenn billiger deutscher Spargel wichtig für Deutschland ist, dann muss man ihn halt subventionieren.
Aber das fehlende Geld von den Spargelbauern, dem schwächsten Glied in der Kette zu holen, geht halt nicht.
Wenn ein Produkt, dass man im Land selbst produzieren kann, es wichtig für Deutschland ist und trotzdem den notwendigen günstigen Preis erreichen kann, sollte man vor einer Subvention erst prüfen weshalb das so ist.
Der Preis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Sind es selbst auferlegten Gründe, wie Arbeitsschutz, Umweltauflagen, staatl. Verwaltung, CO2-Abgabe oder auch der Mindestlohn. Dann ist es unaufrichtig den hierfür anfallenden Preisanteil nicht zahlen zu wollen und trotzdem daran festzuhalten. Wer diese zum größten Teil richtigen Auflagen fordert, sollte auch bereit sein den Preis, dafür zu zahlen und nicht auf günstige Preise in anderen Ländern mit anderen Bedingungen zurückgreifen.
Subvention bedeutet ja erstmal: "Irgendwer zahlt mit." aber auch "Irgendwer wird bezahlt, damit ein anderer das subventionierte Produkt mitzahlt.". Vielleicht ist es,auch nur,die Rechtspflege für eine Ausnahme. Eine Subvention ist somit trotzdem erstmal eine teurere Lösung.