this post was submitted on 03 Apr 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Um mal die Position eines Spargel-Liebhabers einzunehmen: vorausgesetzt (und das weiß ich tatsächlich nicht), dass andere Länder ähnliche Regeln im Hinblick auf Bodenqualität, Pestizidnutzung und dergleichen haben, ist es mir relativ egal woher der Spargel kommt. Wünschenswert wäre es dann noch wenn der Spargel möglichst nah in Deutschland wäre, einerseits weil er einfach besser schmeckt je frischer er ist und andererseits um den CO2 Fußabdruck beim Transport möglichst klein zu halten.
Das regelt unironisch dann der Markt. Sind die Leute bereit, für deutschen Spargel mehr zu zahlen, weil er frischer ist und ihnen lokale Produkte wichtig sind?
Wenn es den Leuten nicht wichtig ist, dann gibt's halt keinen deutschen Spargel mehr.
Oder wenn billiger deutscher Spargel wichtig für Deutschland ist, dann muss man ihn halt subventionieren.
Aber das fehlende Geld von den Spargelbauern, dem schwächsten Glied in der Kette zu holen, geht halt nicht.
Wenn ein Produkt, dass man im Land selbst produzieren kann, es wichtig für Deutschland ist und trotzdem den notwendigen günstigen Preis erreichen kann, sollte man vor einer Subvention erst prüfen weshalb das so ist.
Der Preis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Sind es selbst auferlegten Gründe, wie Arbeitsschutz, Umweltauflagen, staatl. Verwaltung, CO2-Abgabe oder auch der Mindestlohn. Dann ist es unaufrichtig den hierfür anfallenden Preisanteil nicht zahlen zu wollen und trotzdem daran festzuhalten. Wer diese zum größten Teil richtigen Auflagen fordert, sollte auch bereit sein den Preis, dafür zu zahlen und nicht auf günstige Preise in anderen Ländern mit anderen Bedingungen zurückgreifen.
Subvention bedeutet ja erstmal: "Irgendwer zahlt mit." aber auch "Irgendwer wird bezahlt, damit ein anderer das subventionierte Produkt mitzahlt.". Vielleicht ist es,auch nur,die Rechtspflege für eine Ausnahme. Eine Subvention ist somit trotzdem erstmal eine teurere Lösung.