this post was submitted on 04 Apr 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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@D_a_X Wann kapieren die drögen Politiker von den etablierten demokratischen Parteien endlich, dass die AFD geschickter agiert als diese. Offenbar glauben diese immer noch, dass ihre Historie sie vor dem Wandel der Zeit schützen würde. Nein, das macht sie nicht. Sie müssen mit gleicher Münze zurückzahlen. Mehr auf den Sozialen Medien präsent sein, und zwar modern mit Leuten, die glaubwürdig sind. Ein gendernder Klingbeil auf Tik Tok, Instagram oder Facebook und Co wird zu Recht wegen Unglaubwürdigkeit ausgelacht, ein junger Mensch, der von Diversität überzeugt ist, das erklären kann, warum er so ist und dies auch noch frisch rüberbringt, wird ernst genommen. Dazu gehört durchaus auch der Blick und die Akzeptanz auf Dinge, welche die Menschen für wichtig halten und die in gewisser Weise auch ihre Werte und Normen ernst nehmen, ohne einen Absolutheitsanspruch zu postulieren. Hier eben das "olle Moped", welches als Verbrenner von Parteien wie die Grünen ideologisch verteufelt wird. Und die dauernde politische Überkorrektheit hängt vielen Leuten mittlerweile auch aus dem Hals. Probleme, gleich welcher Art, müssen auch ungeschminkt und auch mit persönlichen Worten kommuniziert werden. Da kann es ruhig mal "auf den Sack gehen", wenn extrem rechte Spinner wie die AFD ihre Propaganda verbreiten. Und nicht mit von Ghostwritern vorformulierten Floskeln, die ja nur niemandem weh tun dürfen. Genau für solche Formulierungen sind CDU, SPD, CSU bekannt.
Man verharrt wie die Schlange vor dem Kaninchen in einer starren Position, die es unmöglich macht, sich zu bewegen.
Es ist also kein Wunder, wenn eine AFD in den Umfragen und Wahlergebnissen immer weiter steigt, obwohl die ein politisches Programm hat, welches so für eine zukunftsorientierte Gesellschaft inhaltsleer ist, dass es einem die Schuhe auszieht. Austritt aus der Nato und der EU, Remigration (in internen Papieren auch von Deutschen, die nicht in deren Weltbild einstimmen) die Frau wieder zurück an den Herd und als Gebärmaschine missbraucht etc etc.
Social Media ist sicherlich wichtig. Aber auch das hilft nicht, wenn einfach nicht klar wird, wofür die Parteien stehen bzw. sie es anscheinend selbst nicht mal wissen. Die Grünen haben immerhin noch Umweltpolitik als Markenkern, versagen aber bei allem anderen, was umweltinteressierten Menschen tendenziell auch wichtig ist (Antirassismus, soziale Gerechtigkeit). Entsprechend haben sie noch bei reichen Weißen mit Umweltgewissen Erfolg (Behauptung meinerseits, hab's nicht überprüft), aber das war's auch. Bei der SPD weiß ich beim besten Willen nicht mehr, was die wollen (außer Posten). Und die CxU sagt sogar von sich selbst, dass sie wie die AgD ist, nur etwas biederer/harmloser. Warum sollte die irgendjemand wählen?
Die Linke macht auf allen Kanälen (Social Media, Bundestag, konkrete Arbeit vor Ort, ...) sehr deutlich, worum es ihnen geht. Und sie gewinnt an Wähler:innen. Komischer Zufall.
Das gilt für die AfD aber auch, und das hat D_a_x auch hervorgehoben. Die krakelen halt einfach weiter, immer gegen das Establishment zu dem sie seit Ewigkeiten schon dazugehören. Programm? Njet.
@A_norny_mousse Ja, das stimmt. Man fragt sich nur, warum die Etablierten dann nicht auch mal zurückkrakelen. Laut, mit heftigen Angriffen und durchaus auch mal mit Emotionen, statt mit der Manier von Leuten mit einem Stock im Hintern. Nur nicht anecken. Es könnte ja irgend jemandem weh tun.
Bitte nicht. Es geht ja darum besser zu sein als die AfD, und ich glaube fest dass das möglich ist, und zwar so dass es "normale" Wähler anspricht. Wir haben ja auch Beispiele dafür.
@A_norny_mousse Ich bin da anderer Meinung. Die so genannte "Kreidefresserei" gegenüber den Blaunen hat nur eines gebracht, nämlich dass diese noch unverschämter wurden. Offenbar haben die anderen Parteien wie SPD, CDU Angst, dass die AfD härtere Aussagen strategisch nutzen wollen, um sich als „Opfer des Systems“ zu inszenieren. Moderate Töne sollen da offenbar verhindern, dass dies zusätzliche Solidarisierungseffekte bei Wählern auslösen könnte. Es geht hier auch um die Angst, dass härtere verbale Bandagen diese Wähler endgültig für den demokratischen Diskurs verloren gingen. Dabei ist doch längst klar, dass es wohl kaum jemanden interessiert, was die AFD macht. Ob Vetternwirtschaft in einem bisher unbekannten Ausmaßes oder dass vorher Unsagbares wieder "hoffähig" wurde. Meine Essenz daraus ist, dass die etablierten Parteien mit ihrer Strategie der verbalen Samthandschuhe gescheitert sind, nicht zuletzt auch deshalb, weil ein Großteil der Bevölkerung es leid ist, dass existierende Probleme nicht deutlich benannt und wirklich bekämpft werden.
Die Mutlosigkeit und die Machtverlustängste der amtierenden Politiker sind dermaßen hoch, dass wirkungsvoll politisches Handeln in Wort und Tat nicht angegangen wird. Ein weiterer Beweis dafür ist die Tatsache, dass Mario Voigt vom Bund Unterstützung fordert, um bei den anstehenden Landtagswahlen gut aussehen zu können. Statt klar zu machen, was die AFD wirklich ist und diese aktiv und mit harten Bandagen politisch zu bekämpfen, geht es heulend wie ein Kleinkind nach Berlin, damit "Papa" dem bösen Nachbarsjungen auf die Finger haut.
Das ist ein krasses Missverständnis meiner Aussage. Tschüss jetzt erstmal.