this post was submitted on 27 Jan 2026
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Dem ist tatsächlich so.
Menschen, die sich jahrelang vorwiegend oder ausschließlich mit Müll aus der Kategorie McDonalds "ernähren", werden auch deshalb so fett, weil Teile der Darmbakterien aus extremem Mangel an für sie Nützlichem verhungern (u.a. Ballaststoffe) und deshalb nach Futter schreien. Das führt zu verstärktem Hungergefühl und entsprechend mehr Konsum von erwähntem Abfall.
Je besser man sich ernährt, desto glücklicher ist die Darmbevölkerung. Besser heisst hier vorwiegend abwechslungsreich Gemüse, Hülsenfrüchte, vollwertige Getreide, ergänzt mit Nüssen, Kernen, Früchten hochwertigem nativem Olivenöl und einer kleinen Menge Fisch. Milchprodukte und Fleisch können in einer kleinen Menge auch Teil davon sein, müssen aber nicht.
Hast du dafür Quellen? Natürlich ist gesunde Ernährung ein großer Faktor bei der Bildung einer für den menschlichen Körper gesunden Darmflora. Aber die Aussage, dass explizit das Hungern der Bakterien zu erhöhtem Appetit führt muss schon belegt werden.
Zumal mich die Formulierung "desto glücklicher ist die Darmbevölkerung" etwas stutzig macht. Bakterien haben keine Nervensysteme, die sind nicht glücklich oder unglücklich.
Trotzdem natürlich grundsätzlich richtig: Die Darmflora hat einen Einfluss auf Appetit. Ich wäre nur an einer Quelle für den genauen Zusammenhang interessiert.
Bakterien haben natürlich keine Nervensysteme, aber ich denke schon dass sie trotzdem Gefühle haben und glücklich/gestresst sein können. Nämlich weil es ja Hormone gibt, d.h. Chemikalien die gewisse Signale transportieren und diese die Zelle in gewisse Moden versetzen kann - und "verhungernd" ist definitiv einer davon.
Das sehe ich tatsächlich anders. Zwar können manche Bakterien meines Wissens nach die Hormonproduktion ihres Wirts manipulieren. Aber Hormone sind in erster Näherung ein exklusives Merkmal mehrzelligen Lebens. Bakterien haben natürlich trotzdem Signalmechanismen, z. B. "Quorum sensing", dass zur Zell-Zell-Kommunikation mit anderen Bakterien genutzt wird. (für Interessierte zum Quorum-Sensing: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5870893/)
Man muss dabei zwischen dem physiologischen Hungerzustand und dem damit assoziierten Gefühl, das wir wahrnehmen unterscheiden. Das menschliche Hungergefühl entsteht im Nervensystem. Die zugrundeliegenden Prozesse könnten theoretisch auch stattfinden, ohne dass du sie wahrnimmst. Hunger ist zwar hormongesteuert, aber diese Hormone wie z.B. Ghrelin aktivieren neben biochemischen Prozessen auch Neuronen, und durch diese entsteht das eigentliche Appetitgefühl.
Zu Ghrelin, dem wahrscheinlich wichtigsten Hungerhormon, gibt es einen ganz netten Übersichtsartikel von 2015: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212877815000605?via=ihub
In anderen Worten: Ich glaube, Bakterien reagieren auf Nährstoffmangel mit physiologischen Veränderungen und Verhalten, aber sie fühlen keinen Hunger.