this post was submitted on 28 Jan 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Naja, die Argumente sind schon etwas anders:
Der Wirtschaftsflügel der Union möchte, dass auf die Rekordhöhe der Teilzeitquote und den gleichzeitigen Fachkräftemangel damit reagiert wird, dass der Anspruch auf Teilzeit nur noch bei besonderen Gründen gelten soll, nicht jedoch bei der, wie sie sagen, "Lifestyle-Entscheidung", Teilzeit arbeiten zu wollen.
Da gehts nur um die Landwirte dahinter, die mit ihren Produkten wettbewerbsfähig bleiben wollen. Die Argumentation, warum die Saisonarbeiter keinen Mindestlohn verdienen sollten, ist natürlich Unfug, das zugrundeliegende Problem ist dennoch real: im EU-Binnenmarkt wirkt stets die Dynamik, dass die Produktion an den günstigsten Ort wandert, gerade wenn es eine Arbeit ist, die vergleichsweise leicht zu erlernen ist, wie in der Landwirtschaft. Für uns als Verbraucher erst mal super, für den Landwirt in Deutschland ein Problem.
Alles verzweifelte Versuche, die schwächelnde Wirtschaft wieder zu beleben. Das Aufweichen des starren 8h-Tages könnte für manche ja sogar ganz interessant sein, weil sie dann bspw. den Freitag vorarbeiten könnten und dann drei Tage frei hätten. Das könnte man aber ebenfalls erreichen, indem man die tägliche Höchstarbeitszeit auf 10h erhöht, bei gleichzeitiger Einführung eines wöchentlichen 40h-Deckels.
Das ganze löst aber null das zugrundeliegende Problem, dass immer mehr Leute der Meinung sind, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt - und entsprechend nicht mehr bereit sind, dafür ihr restliches Leben auf den Kopf zu stellen. Dafür müssten ein paar grundsätzliche Weichen umgestellt werden - und bisher setzt die Politik lieber auf billige Kosmetik.