this post was submitted on 25 Jan 2026
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Lasst uns in wenigen Jahren darüber diskutieren, wenn es wieder abgeschafft wird. Denn wenn ich aus Überzeugung auf Fleisch, Fernreisen usw. verzichte, dann ist mir die Werbung scheißegal. Und bei den anderen erreicht man unter Umständen das Gegenteil.
Bedauerlicherweise funktioniert Werbung bei den meisten. Sonst würde man es nicht machen.
"Die anderen" sind in diesem Fall aber nicht normale Leute, sondern Fleischindustrie/Einzelhandel/Lieferdienste, also Firmen. Kaum jemand wird sich beschweren, wenn auf dem Informationsmüllmonitor keine Werbung für Chicken Mc Nuggets mehr läuft.
Und in der Fleischindustrie bzw. in Fastfoodketten arbeiten keine normalen Leute. Schon mal im Fleischhof oder den Fastfoodketten geschaut wer da arbeitet?
Und der Mensch an der Fleischtheke oder die von Tönnies ausgebeuteten armen Schlucker sind diejenigen, denen Fleischwerbung im Stadtbild besonders wichtig ist?
Klar sitzt am Ende in jeder Industrie ein Mensch, der den Job vielleicht gerne macht. Die finden Einschränkungen doof, weil es ihre Arbeit verkompliziert. Das kann kein Grund sein, nicht sinnvoller Dinge festzulegen, sonst hätten wir gar keine Regularien etc. Warnbilder bei Tabakwaren? Nervt Tabakindustrie und in dem Zuge vielleicht Zigarettenverpackungsgestalter*innen. Notausgänge? Stören die Architekt*innen.
Es ist ein Unterschied, ob etwas eine breite Masse nervt, oder gegen eine bestimmte Industrie gerichtet ist, die es auch treffen soll, und damit deren Jobs etwas verkompliziert. Und gerade bei Werbung, speziell im öffentlichen Raum, kann da gerne noch sehr viel mehr eingeschränkt werden.
Naja also ich kenne viele Raucher und wenn du sie fragst, was sie von den Wandbildern halten kommt meist "...ist mir egal...". Wer rauchen will, der raucht und wer sich ein Steak bestellen will, der bestellt ein Steak.
Beim Fleisch wäre es viel wichtiger dafür zu sorgen, dass es den Tieren bis zu ihrer Schlachtung sehr gut geht. Und jeder für sich sollte überlegen, ob zweimal Fleisch pro Woche nicht auch reicht. Also keine Verbote, sondern an die Vernunft der Menschen appellieren.
Die Anzahl der Rauchenden geht seit Jahren konstant zurück mit Ausnahme 2024 oder so. Dass diejenigen die jetzt noch rauchen das nicht juckt ist offensichtlich, frag vielleicht lieber die, die aufgehört haben, oder gar nicht erst angefangen.
Das Tierwohl ist für die Klimabelastung nicht so relevant, das sind zwei paar Schuhe (mit persönlich ist beides wichtig). An die Vernunft appellieren klingt gut. Vielleicht fängt man damit an, den Leuten nicht im öffentlichen Raum Fleisch extra schmackhaft zu machen bzw unter die Nase zu reiben? Es geht ja um die Werbung die hier verboten wird.
Ja das stimmt, die Anzahl von Rauchern geht zurück, vielleicht auch, weil man das Rauchen durch die hohen Kosten unattraktiv gemacht hat.
Aber wenn man Fleisch essen möchte, dann tut man das auch. Nur weil im öffentlichen Raum keine Werbung mehr gemacht wird, wird man nicht gleich zum Vegetarier.
Muss ja auch nicht ganz oder gar nicht. Wenn es dadurch leicht sinkt, hat es schon geholfen.
Ja, aber das könnte man durch Aufklärung auch erreichen. Man muss nicht immer alles verbieten.
Aufklären, wie wertvoll Fleisch ist. Früher wurde auch nicht jeden Tag Fleisch gegessen. Und nicht nur erklären, dass Fleisch wertvoll ist, sondern auch durch das erhöhen von Normen und Standards dafür sorgen, dass es den Tieren in der Zeit auch sehr gut geht.
Es wird nicht immer alles verboten, sondern konkret das Wirken der Industrie/Lobby zur Erhöhung des Fleischkonsums.
Das Gegenteil ist der Fall, der Fleischkonsum geht zurück. Vegetarisch und Vegan sind auf dem Vormarsch. Die Industrie passt sich, siehe "Regenwälder Mühle".
Du bist jetzt nicht ernsthaft für Werbung oder? Es geht um die Werbung, nicht um ein Fleischverbot. Fick Werbung.
Trotzreaktionen und Reaktionismus sind real. Sich darum Sorgen zu machen ist jetzt erstmal nicht verwerflich...
Genau dies, Verbote (grade auf der Micromanagement Ebene) spalten die Gesellschaft und befeuern die rechts-aussen Parteien.
Versuche ich schon seir Jahren zu sagen, aber es endet immer im Streit weil ich ja angeblich keine Ahnung habe.
"Wenn ich keine Werbung für Schnitzel sehe, bin ich in meinen Rechten eingeschränkt"
Das ist Blödsinn
Ich glaube, der springende Punkt ist hier eher der Umstand das die Lokalpolitik ein Verbot einführt, welches bei direkter Befragung der Bevölkerung keinerlei Chance auf Zustimmung hätte. Also ganz unabhängig von Richtig/Falsch ist das für große Teile der Bevölkerung dann eine gefühlte Bevormundung.
Wie gesagt, ohne Bewertung des Ganzen. Hätte man damals die Anschnallpflicht zur Abstimmung gestellt, wer weiß was herausgekommen wäre und heute stellt das kein vernünftiger Mensch mehr ernsthaft in Frage.
Ja, warum soll der Familiengasthof Heinrichs Schitzelhaus der seit 1872 in Amsterdam Spezialitäten aus Österreich serviert keine Werbung kehr machen dürfen… Daneben steht dann aber ein Riesiges Plakat mit einem grossen gelben M auf rotem Grund und einer Tüte Fritten.
Weil diese Werbung zu mehr Konsum von Fleisch führt. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass das mit erheblichen negativen Konsequenzen für Klima, Ökologie und Menschen einhergeht.
Und vor allem: bei wem kauft das Restaurant das Fleisch und wer wird noch reicher dadurch? Richtig, Tönnies und Co.
Gute Restaurants haben meist einen rötlichen Fleischlieferanten aka Metzgerei und diese wiederum kennen die Bauern in der Gegend. Also so ne Art chain oft trust.
So weit verbreitet ist das gar nicht mehr. Aber für konstruierte Beispiele kann man sowas mal aus der Schublade kramen. Ändert aber nichts am massiven Fußabdruck der Tierausbeutungsindustrie und dem verusachten Tierleid.
Genauso wie für konstruierte Behauptungen. Tierausbeutungsindustrie; und das Wort sagt mir, dass man mit dir über das Thema nicht weiter diskutieren braucht.
Was man nicht alles heranzieht, um sich bloß nicht mit Inhalten auseinandersetzen zu müssen.
Gibt es dafür Belege oder schließt du von dir auf andere?
Na wenn es nicht so wäre, würden die Werbetreibenden ja ihr Geld zum Fenster rauswerfen. Mit scheint diese Schlussfolgerung also alles andere als aus der Luft gegriffen zu sein.
Jeder Deutsche isst lt. Statista ca. 53 kg Fleisch pro Jahr in Deutschland. Fleisch gehört zu unserer "Kultur" da wird ein Werbeverbot meiner Meinung kaum etwas ändern.
Dann schadet ein Werbeverbot ja auch keinem. Warum also die Aufregung?
Warum muss man immer alles verbieten?
Weil Fleischkonsum objektiv scheiße ist, dafür zu werben dementsprechend ebenfalls.
Stellst du diese Frage auch beim Verbot von Asbest? Oder bei Tempolimits innerorts? Manche Dinge gehören halt einfach verboten. Wenn es nach mir ginge würde ich gleich die gesamte Fleischindustrie verbieten, sich jetzt also wegen so einem einfachen Werbeverbot so einzupissen ist schon echt lächerlich.
Mir geht es ums Verbieten an sich. Man könnte die Leute auch aufklären. Mit dem Verbieten sind wir einfach zu schnell.
Du willst die gesamte Fleischindustrie verbieten ich würde die lieber die Standards verbessern wollen, mit der Konsequenz, dass Fleisch eben teurer wird.
Und deine Vergleiche hinken.
Aufklärung kann nebenbei natürlich nicht schaden, aber deren Wirkmacht ist eben auch begrenzt, insbesondere bei einem Thema mit solch weit verbreiteter kognitiver Dissonanz. Dass die Tierhaltung schlecht für die Umwelt ist, und vor allem natürlich auch schlecht für die Tiere, ist aber ja auch nicht erst seit gestern bekannt. Da jetzt nach all den Jahren klein anzufangen mit Werbeverboten, und das auch nur regional begrenzt, ist für mich kein Zeichen von vorschnellen Verboten.
Die Tiere interessieren sich halt herzlich wenig dafür, zu welchen Standards sie getötet werden, deswegen wäre ich persönlich für ein sofortiges Verbot, aber realistisch betrachtet hast du natürlich Recht, Standards verbessern wären eher mehrheitsfähig und dahingehend sinnvoller.
Wenn dein Kommentar sich auf Verbote im allgemeinen bezog dürften die Vergleiche eigentlich recht passend sein. Im Bezug auf das aktuelle Thema wären die Verbote von Mord und FCKW passender.
Sieht man ja beim Klimawandel, wie gut Aufklärung funktioniert. Und Lösungen über den Preis werden immer dazu führen, dass die Hauptlast der Verbesserung von Armen getragen wird.
Alter, es geht um fucking Werbung! Und es gibt so gut wie keine Verbote. Du klingst wie so'n verstrahlter AfD Wähler, der auch immer behauptet, die Grünen wäre eine Verbotspartei.
Der Eindruck entsteht durch deine Äußerungen hier. Es wird niemandem verboten Leichenteile zu essen. Es wird überreichen Fleischindustriellen verboten, ihre durch Ausbeutung von Mensch und Tier gewonnen Produkte mittels Werbung in die Rachen der Massen zu drücken. Das ist kein Micromanagement, das ist genau das Gegenteil. Und wenn du mir jetzt ernsthaft sagen willst, dass deswegen irgendwer die Nazis wählt, kann ich dir nur entgegnen: das war wahrscheinlich von Anfang an ein Fascho.
Du scheinst tatsächlich Feuer und Flamme für dieses Thema zu sein.