this post was submitted on 24 Nov 2024
20 points (100.0% liked)
DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
4214 readers
334 users here now
Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.
Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:
___
Aus gegebenem Anlass werden Posts zum Thema Palästina / Israel hier auf Dach gelöscht. Dasselbe gilt zurzeit für Wahlumfragen al´a Sonntagsumfrage.
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org
___
founded 1 year ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
view the rest of the comments
Und das ist gut und wichtig, weil ...?
Da sag ich mal pauschal Unfug! All diese zusätzlichen Prozesse im Gehirn sind erst mal offensichtlich dazu da, die zusätzliche Komplexität das manuellen Schreibens zu bewältigen. Dass dabei irgendwas anderes noch gefördert oder zusätzlich aktiviert wird ist reines Wunschdenken.
Da kann ich aus persönlicher Erfahrung berichten, dass das exakte Gegenteil bei mir der Fall ist. Früher in der Schule, als wir noch gezwungen wurden jeden Scheiß der schon fertig formuliert und formatiert war nochmal von Hand zu schreiben statt einfach Kopien ausgehändigt zu bekommen war das mein Haupt-Lernhindernis. Mein Hirn kann genau eine Sache gleichzeitig abarbeiten. Schreiben ist eine Sache. Den Inhalt Erfassen und Verarbeiten ist eine andere Sache. Das ließ sich auch gut an meinen Noten nachvollziehen, die waren bei schreibintensiven Fächern durchgängig schlechter.
Belege?
Viele berühmte Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind einfach nur so alt, dass für sie das Schreiben auf der Tastatur noch mit mechanischen Schreibmaschinen verknüpft ist. Die waren umständlich und nicht in der Breite verfügbar. Das heißt also wir reden von Menschen, die als sie jung waren das handschriftliche Schreiben als Normalzustand und maschinelles Schreiben als Ausnahme erlebt haben. Das reicht meiner Meinung nach völlig als Erklärung der Präferenzen ohne irgendwelche herbeigezogenen angeblich kreativitätsfördernden Effekte.
Das ist als Argument so absurd, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll das zu kritisieren. Samplegröße? Keine Vergleichsgruppe? Qualität der "Bücher" die da produziert wurden? Andere Faktoren wie z.B. "Schulprojekt: Wir Schreiben Ein Buch"?
Und das ist gut und wichtig, weil ...?
Ach, gar kein Grund, einfach so als Selbstzweck. Okay.
Danke für nichts.
Also mein Neurowissenschaftsprof hat aus dem gleichen hier angegebenen Grund nur handschriftliches Mitschreiben erlaubt. Ich meine mich zu erinnern, dass er da auch Studien dazu gezeigt hat.
Zugegebenermaßen hab ich die aber gerade nicht parat, ist also nur anekdotisch. Und man muss fairerweise auch sagen, dass es noch andere Gründe gab, unter anderem, dass elektronische Geräte leichter ablenken.
Die Wiedergabe von wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Medien ist oft grauenvoll. Das merkt man, sobald man sich mal mit einem Thema auskennt. Dass das hier so fadenscheinig wirkt, heißt nicht unbedingt, dass die tatsächlichen Erkenntnisse ebenfalls so sind (aber natürlich auch nicht das Gegenteil).
Dein Prof. behandelt also erwachsene Menschen wie Kinder, denen er etwas erlauben oder verbieten kann das für ihn völlig belanglos ist. Finde ich jetzt ziemlich übergriffig, ehrlich gesagt. Sowas kann man empfehlen und kann Studien dazu zeigen, aber ob man das jetzt umsetzt sollte einem erwachsenen Menschen doch bitte selbst überlassen sein.
Das ist eine durchaus legitime Meinung, aber hat jetzt nicht wirklich was mit dem ursprünglichen Thema zu tun.
Hm, ja, fair.